Der 21. Zivilsenat des OLG Hamm verurteilte den Süßwarenhersteller HARIBO am 23.05.2013, Az 21 U 64/12, an einen klagenden Kunden Schadensersatz in Form von Schmerzensgeld in Höhe von 2.000,00 € zu zahlen sowie dem Kläger die Zahnbehandlungskosten zu erstatten.

Was war passiert? Der Kunde hatte ein von der Firma HARIBO hergestelltes Fruchtgummi in Form einer Colaflasche gekaut und dabei auf einen Fremdkörper, Partikel aus Putzmaterial, gebissen, so dass seine Zähne aufgrund des erlittenen Schadens überkront werden mussten.

Das Gericht hielt es nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme, insbesondere des beauftragten Sachverständigengutachtens, für erwiesen an, dass die sachfremden Partikel bei der Herstellung in die Gelatine des Fruchtgummis gelangt und ursächlich für die erlittenen Zahnschäden des Klägers seien.

Auf der Rechtsgrundlage der Produkthaftung, weil die Firma HARIBO ein mit einem Fehler behaftetes Produkt in den Verkehr gebracht habe, schulde sie dem Kläger Schmerzensgeld und Erstattung der notwendig gewordenen Zahnbehandlungskosten.