Das LAG Nürnberg entschied mit Urteil vom 28.10.2013, Az. 5 Sa 525/11, dass die Geltendmachung eines Schmerzensgeldanspruches des Arbeitnehmers etwa zwei Jahre nach dem letzten behaupteten Mobbing-Vorfall verwirkt sei, da der Arbeitgeber mit seiner Inanspruchnahme nicht mehr rechnen müsse und insbesondere das Erinnerungsvermögen an konkrete Äußerungen mit der Zeit verblasse.

Zudem nahm das LAG in seiner Begründung Bezug auf die Wertungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG). Bei Schadensersatzansprüchen wegen Benachteiligungsmerkmalen i.S.v. § 1 AGG müssen die Ansprüche gemäß § 15 Abs. 4 AGG innerhalb von zwei Monaten geltend gemacht werden. Zur Vermeidung von Wertungswidersprüchen dürfe daher in dem vorliegenden Fall, der keinen Bezug zu den Merkmalen des § 1 AGG aufweise, nicht maßgeblich auf die gesetzlichen Verjährungsfristen zurückgegriffen werden.