Das OLG Hamm hat mit Urteil vom 30.10.2012, Az I-4 U 61/12, entschieden, dass der Werbeprospekt eines Unternehmens dessen vollständigen, im Handelsregister eingetragenen Firmennamen einschließlich der Rechtsform sowie die Anschrift des Hauptsitzes oder der Verwaltung richtig wiedergeben müsse, damit dem Verbraucher für eine mögliche Inanspruchnahme des Anbieters alle notwenigen Informationen direkt zur Verfügung stünden.

Das Gericht stützte seine Entscheidung, mit der er dem Unterlassungsanspruch eines Wettbewerbsverbandes gegen das beklagte Unternehmen stattgab, auf die Norm des § 5a Abs. 3 Nr. 2, Abs. 2 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Hiernach handelt unlauter, wer die Einsichtsfähigkeit von Verbrauchern dadurch beeinflusst, dass er wesentliche Informationen vorenthält, insbesondere beim Anbieten von Waren oder Dienstleistungen unter Hinweis auf deren Merkmale und Preise über Kommunikationsmittel die wesentlichen Informationen Identität und Anschrift des Unternehmers.

Die Entscheidung finden Sie unter: http://bit.ly/12G6sQ9