Das OLG München hat in seinem Urteil vom 01.03.2012 (6 U 1738/11) entschieden, dass die Bezeichnung eines Milchprodukts als „Die faire Milch“ voraussetzt, dass das so beschriebene Produkt tatsächlich mit einem „fairen“ kostendeckenden Milchpreis für die Erzeuger einhergeht, da dies von den angesprochenen Verkehrskreisen so verstanden würde. Ist diese Voraussetzung nicht erfüllt, wäre die Bezeichnung “fair” irreführend und damit wettbewerbsrechtlich unzulässig.