Bei Verletzungen von Urheberrechten im Internet steht dem Rechteinhaber für gewöhnlich ein Schadensersatzanspruch zu. Das KG Berlin hatte sich in einer Entscheidung mit der Frage auseinanderzusetzen, in welcher Höhe ein Schaden besteht, wenn zusätzlich der Urheber nicht erwähnt wird.

Das Kammergericht Berlin gab der Klage Ende März 2012 statt (Urteil vom 21.03.2012 – Az.: 24 U 130/10) und entschied, dass bei Nichtnennung des Rechteinhabers diesem ein Verletzerzuschlag in Höhe von 50% auf den Schadensersatzanspruch zusteht.

Die Berliner Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass durch die fehlende Urhebernennung die Gefahr bestünde, dass der Klägerin in der Folgezeit Aufträge verloren gingen.

Die Höhe des zuzuschlagen Schadens hänge von den konkreten Umständen ab und liege im Ermessen des Gerichts. Die angesetzten 50% Zuschlag sahen die Richter als angemessen und richtig an.

http://www.e-recht24.de/news/abmahnung/7108-abmahnung-stadplan-verletzerzuschlag-50-prozent.html